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Watches & Wonders 2024


Am Dienstag 9. April, dem Eröffnungstag der Genfer Uhrenmesse, waren wir unter den glücklichen Besuchern dabei. Einmal im Jahr dürfen wir die wunderschöne Zugreise quer durch die Schweiz, vorbei an wunderbaren Seen und Rebbergen auf uns nehmen, um die weltweit grösste Uhrenmesse zu besuchen.


Die Uhrenmesse Watches &Wonders ist für jeden Uhrenliebhaber das Highlight des Jahres.

Vertreten sind alle Uhrenmarken der Richemont Gruppe, zu dieser IWC, sowie andere grosse Namen wie Rolex, Patek Philippe und viele kleinere Manufakturen gehören.


Sobald man die Messehalle betritt wird man von freundlichem Personal begrüsst. Mit einem vorbereiteten E-Ticket gelangt man direkt an ein Flughafen ähnliches Ticketgate, bei dem unser Ticket gescannt wird und das Tor sich zum inneren Teil der Empfangshalle öffnet. Nach einer schnellen Jacken und Taschenabgabe an der Garderobe geht es schliesslich noch durch eine ebenfalls Flughafenähnliche Security-Kontrolle mit Scannern.


Jedes Jahr bin ich beeindruckt wie gut alles organisiert ist und wie zügig wir ins Innere der Messehalle gelangen.

Nun hat man einen kurzen Moment, um sich zu sammeln und den Lageplan zu studieren, da die Messe und die Stände jedes Jahr anders konzipiert sind.


Was die Aussteller und die Messeorganisatoren jedes Jahr in der Palexpo aufstellen kann man sich erst vorstellen, wenn man die Messe mindestens einmal besucht hat.

Das Innendach der Messehalle bekommt man nie zu Gesicht. Die Gänge und Stände, sogar die kleinen Korridore zu den Toiletten sind alle komplett überdacht und mit Spotlichtern ausgestattet. Es ist sehr beeindruckend.


Kurz nach der Security © C+R



Als IWC Konzessionär hatten wir natürlich einen Termin am IWC Stand.

Der IWC Stand ist jedes Jahr eines der Highlights der Uhrenmesse. Er steht jeweils prominent im Zentrum am Ende des langen Korridors welcher die Marken der Richemont Gruppe und den restlichen Austellern verbindet.

In diesem Jahr fällt sogleich auf, wie offen der IWC Stand ist. Die meisten der Aussteller haben zu ihrem Stand einen grossen Eingangsbogen mit geschlossenen Wänden, damit man die jeweilige Präsentation erst richtig sieht wenn man ihn betritt.

IWC verfolgte in diesem Jahr eine andere Strategie.

Der Stand verfügte über nur drei Seitenwände und die vordere Seite stand komplett offen. Man konnte also einen sehr guten Einblick und Überblick vom gesamten IWC Stand erhalten.


Der IWC Stand im Fokus der Besucher © C+R



Als es Zeit wurde für unseren Termin, wurden wir freundlich begrüsst und zu unserem Verantwortlichen des IWC Marktes Schweiz begleitet.


Nach einer privaten Führung um den IWC Stand, mit einem kurzen Einblick in die Neuheiten der Portugieser Kollektion, durften wir an einem gemütlichen Tisch im hinteren Teil, der "Lounge" platznehmen. Bei einem gemütlichen Beisammensein wurde uns dann ein tieferer Einblick in die Neuheiten der IWC geboten.


© C+R

 

Nun zu den Uhren...

Der Fokus lag dieses Jahr auf der Portugieser Kollektion, spezifisch auf den Portugieser Automaten mit 7 Tagen Gangreserve. Das Modell IW5007 wurde optisch überarbeitet und hat eine neue Referenz IW5017.

Die neuen Modelle sind in der Gesamthöhe etwas geschrumpft, was für einen besseren Tragekomfort sorgt. Das Zifferblatt wurde ebenfalls neu gestaltet, optisch mit kleinen Unterschieden bei der Sekunden- und der Gangreservenanzeige. Die Fertigung der Zifferblätter wurde ebenfalls aufgewertet. Neu werden die Zifferblätter 15 Mal beschichtet, was zu einem besseren Tiefeneffekt der Indexe und Zahlen vom Aufdruck führt.


Ref. IW501708 © C+R


Ref. IW501705 © C+R


Ref. IW501704 © C+R


Ref. IW501707 © C+R


Ref. IW501701 © C+R


Alles in allem eine sehr gelungene Neugestaltung.

Sie sind nicht in allen Farben der Vorgängermodelle erhältlich, dafür wurden drei komplett neue Farben für die Zifferblätter eingeführt.


 

Ebenfalls eine Überarbeitung bekamen die Portugieser Modelle mit den Ewigen Kalendern.

Das Gehäuse ist gleich gestaltet wie bei den Automatik Modellen, natürlich in der Gesamthöhe und im Durchmesser etwas grösser, da der Aufbau des Ewigen Kalenders mehr Platz beansprucht.

Die Zifferblattfarben wurden ebenfalls überarbeitet und an die Neuheiten der kleineren Modelle angepasst. Somit ziehen sich die neuen Zifferblattfarben bei den Automatik und den Ewigen Kalendern identisch durch.


Ref. IW503702 © C+R


Ref. IW503703 © C+R


 

Das grosse Highlight aus dem Hause IWC war dieses Jahr jedoch die Portugieser Eternal Calendar. Der normale Perpetual Calendar wurde mit der Erweiterung des Eternal Calendars um einiges aufgerüstet.

Der neue Eternal Calendar berücksichtigt nicht nur die unterschiedlichen Monatslängen und Schaltjahre, sondern ebenfalls den Ausfall der Schaltjahre, die genau durch 100, aber nicht durch 400 teilbar sind. Somit werden die Jahre 2100, 2200, 2300 als kein Schaltjahr berücksichtigt, das Jahr 2400 hingegen schon.

Man konnte den Ewigen Kalender mit nur 8 zusätzlichen Bauteilen bis Jahr 3999 auf den Tag genau programmieren. Aus Uhrmacher-Sicht und allgemein als Uhren Fan ist das eine grossartige Leistung.


Die Mondphasenanzeige wurde auch neu berechnet und mit nur drei zusätzlichen Rädern weicht die Genauigkeit der Mondphasenanzeige erst nach 45'000'000 Jahren um einen Tag ab. Ja, erst nach 45 MILLIONEN Jahren!


IWC schreibt dazu:


"NACHDEM SIE BERECHNUNGEN FÜR MEHR ALS 22 BILLIONEN VERSCHIEDENE KOMBINATIONEN VON RÄDERN DURCHGEFÜHRT HATTEN, HABEN SIE EINE NEUES MONDPHASEN-UNTERSETZUNGSGETRIEBE MIT DREI ZWISCHENRÄDERN ENTWICKELT.

DIE DOUBLE MOON™ ANZEIGE DER PORTUGIESER ETERNAL CALENDAR LÄUFT DESHALB SO GENAU, DASS SIE NUR UM EINEN TAG VON DER MONDUMLAUFBAHN ABWEICHT NACH…

45’000’000 JAHREN.

ABER DAFÜR MÜSSEN SIE UNS WOHL EINFACH BEIM WORT NEHMEN …"

(Quelle IWC Homepage)


Dies ist ein neuer Weltrekord und IWC lässt ihn auch offiziell eintragen.


Ref. IW505701 © C+R


Die Mondphase weicht erst nach 45'000'000 Jahren um einen Tag ab


Das neu gestaltete Kalenderrad mit nur 8 zusätzlichen Bauteilen


Meiner Meinung nach ist die IWC Portugieser Eternal Calendar sicherlich das technische Highlight der diesjährigen Watches & Wonders Uhrenmesse.


 

Nach unserem Termin hatten wir noch das Glück genau am richtigen Ort zur richtigen Zeit zu sein, da die Offizielle IWC Trägerin Gisele Bündchen ebenfalls den IWC Stand besuchte.


Anschliessend gab es ein leckeres Mittagessen inmitten der grossen geräumigen Gänge zwischen den verschiedenen Ausstellern, was sehr zur Beobachtung der internationalen Besuchern der diesjährigen Watches & Wonders einlud.

Selten kommt ein so grosser internationaler Mix an Uhreninteressierten zusammen.


Um das Mittagessen zu verdauen sind wir noch ein bisschen durch die Messehalle geschlendert und haben verschiedene Neuheiten der anderen Uhrenmarken angeschaut, welche ich hier nicht im Detail erwähnen werde.


Für uns Uhrmacher sind die kleineren unabhängigen Uhrenhersteller auch immer sehr interessant, da sie zum Teil sehr experimentierfreudig mit der Gestaltung ihrer Werke und Gehäuse sind. Zum Beispiel hatte es einen Aussteller der ein Uhrengehäuse entwickelt hatte das von fluoreszierendem zu natürlichem Licht seine Farbe von blau auf grün wechselt.

Solche Innovationen sind immer spannend zu beobachten und man kommt immer leicht ins Gespräch mit den kleineren Herstellern.


Später wurde es bereits wieder Zeit um die schöne Zugfahrt nach Schaffhausen anzutreten, also machten wir uns langsam auf den Weg zum Ausgang.

Aber nicht bevor wir nochmals am IWC Stand vorbeischauten, um uns einen Signature Drink an der IWC Bar zu gönnen. Nach so einem spannenden und aufregenden Tag an der Watches & Wonders 2024 genau das Richtige.


Alles in allem ist es ein sehr gelungenes Happening, welches jedes Jahr aufs Neue in Genf stattfindet. An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an das Personal des IWC Markt Schweiz und auch für die herzliche und kollegiale Gastfreundschaft.










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